Aktuelle Diskurse um die anstehende Venedig Biennale drehen sich derzeit vor allem um mikropolitische Fragen, etwa die Wiedereinbeziehung des Russischen Pavillons, den Umgang mit dem Israelischen Pavillon und die politischen Konflikte hinter dem Südafrikanischen Pavillon. Ähnlich hatte die Jury, die den Goldenen und Silbernen Löwen verteilt, zunächst bekanntgegeben, keine Preise an Länder zu vergeben, deren Staatsoberhäupter vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen angeklagt sind. Sie ist nun geschlossen zurückgetreten, woraufhin die Biennale am selben Tag entschied, die zwei Löwen vom Publikum vergeben zu lassen, das unter allen Teilnehmer:innen wählen könne.[1] Auffällig an diesen Diskursen ist, dass sie außer Acht lassen, dass Ort und Infrastruktur der Megaausstellung bereits hochpolitisch sind, weil die Venedig Biennale in einem postfaschistisch regierten Land stattfindet und somit durch eine postfaschistische Kulturpolitik bestimmt wird. Wie aber ist diese postfaschistische Kulturpolitik beschaffen und wie wirkt sie sich auf die Biennale aus?
Die postfaschistische Kulturpolitik des Kabinetts von Georgia Meloni wird derzeit vor allem von zwei Akteur:innen bestimmt: dem Kulturminister Alessandro Giuli, der 2024 den wegen Korruptionsverdacht zurückgetretenen Gennaro Sangiuliano ersetzte, und Pietrangelo Buttafuoco, den Sangiuliano ein Jahr vor seinem Rücktritt für vier Jahre zum amtierenden Vorsitzenden der Biennale Stiftung ernannte – im Zuge umfassender Neubesetzungen der Leitungsposten in mehreren großen Kulturinstitutionen.[2] Meloni ist mit beiden vertraut, weil sie alle als Jugendliche in der Fronte della Gioventù aktiv waren, der Jugendorganisation der rechten Partei Movimento Sociale, die Buttafuoco zeitweise sogar anführte.[3] Alle drei gehören einer politischen Generation an. Als Meloni zur Regierungschefin gewählt wurde, kommentierte Buttafuoco diese Gemeinsamkeit selbst in der Zeitung La Repubblicca: „È una vittoria della generazione Tolkien“.[4] – „Es ist ein Sieg der Tolkien-Generation.“
Die selbsternannte Tolkien-Generation verantwortete in den 1970/80er Jahren die von der Fronte della Gioventù organisierten Hobbit Camps, die die jüngere Forschung als substanzielle Plattformen für Entwürfe neurechter Politik analysiert.[5] Als inhaltlicher Ausgangspunkt der Tolkienisierung der jungen Rechten wird gewöhnlich die Einleitung zur ersten italienischen Ausgabe von J.R.R. Tolkiens dreibändigem Roman Herr der Ringe genannt, die 1970 bei Rusconi Editrice erschien, einem Verlag mit rechter Prägung, so der Zeithistoriker Tobias Hof.[6] In der Einleitung legt der Philosoph Elémire Zolla eine Lesart der Bücher vor, die sich von den linken Vereinnahmungen der Trilogie unterscheidet, wie Hof nachweist:[7]
„Zolla argumentierte, dass Der Herr der Ringe eine mythische, zeitlose Philosophie verkörpere und dass seine archaische Welt, seine Figuren und Symbole eine völlige Ablehnung der modernen Welt darstellten. Darüber hinaus argumentierte er, dass Tolkiens Roman nicht als romantisiertes Märchen missverstanden werden dürfe. Vielmehr handele es sich um eine Geschichte über den endgültigen Triumph des Guten über das Böse. Auf diese Weise, so Zolla, biete er Hoffnung für rechtsgerichtete Jugendliche, die sich von ihrem eigenen Land und ihrer Gesellschaft entfremdet fühlten.“[8]
Die Hobbits sind nach dieser Lesart die antimodernen, völkischen und nationalistischen Helden des Romans, der grundsätzlich auf Konzepten des ethnopluralistischen Nebeneinanders basiert (Hobbits, Menschen, Elben, Zwerge, Orks und deren ,Kreuzungen‘), wie sie später in den Theorien der Neuen Rechten ausformuliert wurden.[9] Die Hobbits wurden in der Folge zu den Vorbildern der jungen Rechten, die ihre Bezugnahme auf den Roman bei ihren Hobbit-Camps in eine kulturelle Praxis übersetzten. Zu ihrer „rechten Counter culture“ zählten Auftritte der Band Compagnia dell’Anello (Herr der Ringe), „Theater, Poesie, Kunstausstellungen sowie Diskussionen über Ökologie, Gesundheit und Wohnungsknappheit“ und Büchertische, auf denen Werke von Robert Brasillach, Ezra Pound, Pierre Drieu la Rochelle, Julius Evola und Oswald Spengler lagen.[10] Die Hobbit-Festivals werden aufgrund dieser Berufung auf Kultur als politisches Mittel als Aneignung linker Praktiken und linker Kulturkämpfe der 1960/70er Jahre gelesen, mit der die italienische Rechte eine neue politische Ära einleitete. Zu ihren theoretischen Referenzen gehörten neben Tolkien vor allem antiliberale Positionen, deren kleinster gemeinsamer Nenner sich in der Ablehnung demokratischer Systeme, der Nähe zum italienischen oder deutschen Faschismus und einer antisemitischen Haltung finden lässt.
Wie stehen der Kulturminister und der Biennale-Chef heute zu ihren politisch-kulturellen Wurzeln? Ihr publizistisches Engagement zeigt, dass die rechte Kultur der Hobbit-Camps nach ihrem Aktivismus für Fronte della Gioventù für beide eine wichtige Rolle spielt. Der Kulturminister Giuli hat beispielsweise 2015 das Vorwort zu Evolas Band Par delà Nietzsche (Nino Aragno) und 2022 den Anhang zur Ausgabe der Briefe von Julius Evola an Benedetto Croce und Giovanni Gentile (Julius Evola: Le radici dell’idealismo. Lettere a Benedetto Croce 1925–1933 e a Giovanni Gentile 1927–1929, Rom 2022) verfasst, während Buttafuoco 2004 zu einem Sammelband über Evola and Spengler beitrug (L’Ora che viene. Intorno a Evola e a Spengler, Padua 2004).[11] Beide haben somit gezielt zur Verbreitung und Aktualisierung von Schriften der Autoren beigetragen. Demgegenüber haben sie mit Amtsantritt öffentlichkeitswirksam erklärt, dass sie für keine faschistische Kulturpolitik ständen.
Giuli, der vor der Übernahme des Ministerpostens Direktor der Fondazione MAXXI war, einer öffentlichen Stiftung, die auch das MAXXI, das Museum für zeitgenössische Kunst in Rom, finanziert und verwaltet, beteuerte, sich von seiner faschistischen Vergangenheit „entgiftet“ zu haben.[12] Politisch sei er als libertär einzuordnen und seine Agenda als eine, die dem in der italienischen Kulturpolitik unterrepräsentierten Nationalkonservatismus eine Stimme gebe, „ohne“ jedoch, versicherte er, „den Dialog mit allen kreativen Kräften aller politischen Lager aufzugeben“.[13] Entsprechend stellte er in seinem Buch Gramsci è vivo, das 2024 nach seinem Amtsantritt erschien, keine Theorie der Kulturhegemonie vor, wie der Titel vermuten lässt. Stattdessen erklärt er Gramscis Konzept als veraltet – sein Ziel sei es vielmehr, die Kultur freizuhalten von politischer Indienstnahme.[14] Als Vertreter eines „wahren Konservatismus“ stehe er, wie er erklärt, für eine Kultur, „die ein gemeinsam von rechts und links gepflegter Diskurs ist“.[15] Und Buttafuoco, der 1999 sagte, er sei „kein Faschist“, sondern „etwas Anderes“, trat mit dem Versprechen auf die größtmögliche Freiheit der Kunst an.[16] Die kulturpolitische Ausrichtung der Biennale bestimmte er bereits 2024 bei seinem Amtsantritt. Die Kunstausstellung wolle er als ein „Haus“ gestalten, „das seinen Pakt mit der Schönheit und der Freiheit sowie seinen Pakt, Brücken zu bauen, erneuert“.[17]
Doch steht dieses politische Bekenntnis zu einer Kunstfreiheit jenseits politischer Interessen oder vielmehr für eine postideologische Kulturpolitik? Inwiefern kann Kunstfreiheit auch Gegenstand oder vielleicht sogar Strategie einer postfaschistischen Kulturpolitik sein? Giulis erster Auftritt in Deutschland erweckte die Annahme, dass die rechten Vorbilder auch für die Amtsausführung noch relevant sein würden. So war er kurz nach Amtsantritt auf der Buchmesse in Frankfurt am Main, auf der Italien 2024 das Gastland war. Dort positionierte er sich mit Begriffen wie „solarem Denken“, „meridianem Licht“ und „mediterranen Geist“ in der Tradition Evolas.[18] Und auch in seiner offiziellen Antrittsrede erkennen die Historiker:innen Sofia Miola und Massimiliano Livi eine rechte Agenda – zwischen den Zeilen. In dieser Rede habe Giuli ein politisches Versprechen auf Kunstfreiheit als ein „postideologisches“ gegeben, aber zugleich, argumentieren sie, in eine Reihe von Narrativen, Bezugspunkten und Praktiken eingebunden, die sie als eindeutig rechts kategorisieren. Besonders auffällig sei, dass Giuli „eine deutliche Kritik an der Moderne [übte], die [er] als unvorhersehbar und gefährlich“ kategorisiert habe.[19] Desweiteren habe sein ausführliches Bekenntnis zur Stärkung kultureller Identität in ländlichen Gebieten Anleihen bei seinen früheren TV-Formaten gemacht, in denen er heidnische Stätten besuchte und bewarb – und es sei eines der zentralen Kennzeichen der italienischen Neuen Rechten, sich auf das Heidentum zu beziehen. Kunstfreiheit, schließen Miola und Livi in ihrer Analyse, wurde hier präsentiert als eingebettet in antiliberale Züge und klare Referenzen zur Politik der italienischen Rechten.[20]
Gilt das auch für Buttafuoco und die Biennale? Für die diesjährige Ausgabe der Kunstbiennale wurde die inzwischen verstorbene Kuratorin Koyo Kouoh ausgewählt, wie der Vorstand auf Empfehlung von Präsident Buttafuoco entschied. „Mit ihr (Kouoh) hier in Venedig bestätigt die Biennale, was sie der Welt seit über einem Jahrhundert bietet: die Heimat der Zukunft zu sein“, argumentierte er in seiner Presseerklärung.[21] Kouohs kuratorisches Konzept In Minor Keys, auf Deutsch „in Moll“, das trotz ihres Todes von ihren Mitarbeiter:innen umgesetzt werden wird, sei, so das Kurator:innenteam, als „Aufruf zum Entschleunigen, Zuhören und Zusammenkommen zu verstehen“. „Wir sind alle müde. Die Welt ist müde. Wir müssen heilen und lachen, uns mit Schönheit, Liebe und Poesie umgeben, wir müssen tanzen und Essen zubereiten, wir müssen atmen… und die Radikalität der Freude genießen“, so Kouoh.[22] Wenngleich diesem Konzept keine rechte Agenda zugrunde liegt, lässt sich dennoch feststellen, dass der auffällig zurückhaltende Tenor, der durch den Fokus auf poetische und sinnliche Ebenen politisch unverdächtig daherkommt, ideal für eine rechte politische Agenda ist, die sich auf den postideologischen Charakter von Kunst beruft.
Dies gilt auch für die Künstlerin des italienischen Pavillons, über die jedoch Giuli entschied. Für die diesjährige Ausgabe der Ausstellung wurde ein kuratorischer Vorschlag gesucht, der mit italienischer Kunst die italienische kulturelle Identität im globalen künstlerischen Kontext behaupten könne, indem er eine unkonventionelle Vision der gegenwärtigen italienischen Kunstszene vermittele.[23] Ausgeschrieben wurde der Posten von der „Generaldirektion für Zeitgenössische Kreativität“, die Abteilung des Kulturministeriums, die den Pavillon kommissarisch leitet, und dem Kulturministerium selbst, das die beratenden Jurymitglieder benennt. Die Entscheidung aber lag allein bei Giuli. Ausgewählt wurden die Künstlerin Chiara Camoni und die Kuratorin Cecilia Canziani. Camoni, die in ihrer Kunst vor allem mit natürlichen Materialien rund um ihr Zuhause in der Toskana – Lehm, Blätter und Zweige, Holz und Wolle – arbeitet und dabei archaische Formen, traditionelle Handwerke sowie gemeinschaftliche Praktiken nutzt, lässt sich dabei sowohl in das Konzept Kouohs als auch die Agenda Giulis einordnen, wie der Minister selbst folgendermaßen kommentierte: „Cecilia Canzianis Vorschlag in Verbindung mit Chiara Camonis Projekt“, sei, so Giuli, „eine bemerkenswerte weibliche Interpretation eines ‚magischen Materialismus‘, der die Gegenwart in einen antiken Kontext versetzt – mit gekonnten mediterranen Anspielungen, Zitaten und transzendenten Nachbildungen. Das Projekt zeugt von der seltenen Fähigkeit, die Natur in ein lebendiges künstlerisches Laboratorium zu verwandeln.“[24] Die Verwendung natürlicher und regionaler Materialien in Kombination mit dem Rückgriff auf das historische Erbe der Antike wird so zum Modell postfaschistischer Kunst.
Buttafuoco hat seinen politischen Einfluss bislang aber nicht nur durch die Auswahl der Kurator:innen und somit des kuratorischen Programms geltend gemacht, sondern auch durch sein Einwirken auf die Strukturen der Großausstellung. So wurde dem Emirat Katar als erstem Land seit dreißig Jahren die Möglichkeit gegeben, in den Giardini einen eigenen Länderpavillon zu errichten – andere Bewerber:innen mussten stets in die Stadt und angemietete Räumlichkeiten ausweichen. Buttafuoco begründete die Entscheidung historisch, wie die Kulturzeitschrift Kunstforum international schreibt: Venedig sei die einzige europäische Stadt, die seit dem Jahr 1.000 n. Chr. einen arabischen Namen trage: Bunduqiyyah.[25] Realistischer ist jedoch, dass es eine geopolitische und finanzielle Entscheidung war. So gilt als entscheidender Impuls für die Bewilligung des Pavillons eine Spende des Emirats in Höhe von 50 Millionen Euro an die Stadt und die Einrichtung einer Direktfluglinie.[26] Für die Frage danach, inwieweit sich Buttafuocos Kulturpolitik als postfaschistisch zeigt, lässt sich schließen, dass sein kunstliberaler Ansatz durch geopolitische und kapitalistische Interessen strukturiert ist.
Dass die politische Ausrichtung derjenigen Länder, die die Pavillons verantworten, für ihn keine Rolle spielt, zeigt sich auch aktuell im Streit um die Wiederteilnahme Russlands. Buttafuoco hatte die Rückkehr Russlands, das seit Beginn des Ukraine-Kriegs nicht mehr ausgestellt hatte, initiiert und erklärt, die Großausstellung solle eine „kulturelle Waffenruhe“ in einer von Konflikten geprägten Welt ermöglichen.[27] Als „Diplomatie der Schönheit“ verstehe er seine und die künstlerische Position, die außerdem die Geschichte Venedigs repräsentiere.[28] Meloni und Giuli positionierten sich gegen die Teilnahme, während sich Vizepremier und Lega-Chef Matteo Salvini auf Buttafuocos Seite schlug. Nach einem Telefonat mit dem Biennale-Chef erklärte der Politiker: „Die Biennale ist eine autonome Einrichtung. Kultur, Kunst, Musik, Theater und Sport sollen verbinden, nicht ausschließen. Pietrangelo Buttafuoco tut gut daran, die Autonomie der Institution zu verteidigen. Ich mag Zensur nie.“[29] Wenngleich dieser Konflikt weiterhin nicht gelöst ist, nun sogar auf EU-Ebene mit der geplanten Streichung von Zuschüssen fortgeführt wird und die italienische Regierung einen Tag vor dem Rücktritt der Jury „sogenannte Inspektoren“ schickte, kann hier keine Spaltung neurechter Kulturpolitik festgemacht werden.[30] Dass Meloni und ihr Kulturminister gegen die Teilnahme Russlands einstehen und beide ihre Teilnahme an der Eröffnung abgesagt haben, hat schließlich akute politische Gründe, so vertritt Italien eine EU- und Ukraine-freundliche Position, die sie im Kontext globaler Spannungen sicher nicht aufweichen werden.[31]
Giuli und Buttafuoco treten folglich beide in der politischen Öffentlichkeit für ein liberales Kunstverständnis ein, das Kunst jenseits der Politik situiert, wenngleich sie die Koordinaten, die dieser Freiheit Grenzen setzen, nach politischen Interessen auswählen. Dadurch stehen sie dem deutschen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nahe, der den Verfassungsschutz über die Grenzen der Kunstfreiheit entscheiden lässt. Frei ist die Kunst in seiner Auslegung nur für diejenigen, die den Staat in seiner aktuellen Verfasstheit nicht infrage stellen. Die Idee einer freien Kunst ist daher auch innerhalb der italienischen Kulturpolitik nicht mit einem genuin demokratischen Konzept zu verwechseln. Mehr noch: Die Idee der freien Kunst zeigt sich in Italien und auch in Deutschland als eine, die innerhalb einer liberalen demokratischen Ordnung in Abhängigkeit von den regierenden Parteien und Minister:innen konzipiert wird – und daher theoretisch nie frei ist. Aufgrund dieser unsichtbaren Abhängigkeit konnte und kann die Freiheit der Kunst in Italien zum Gegenstand und Aushängeschild postfaschistischer Kulturpolitik werden, ohne, dass das ein Widerspruch ist. Politisch unverdächtige und nahezu unbemerkte Verschiebungen sollten vielmehr als das Markenzeichen postfaschistischer Kulturpolitik verstanden werden. Sie wurden in den Hobbit-Camps von denjenigen erlernt, die heute die politischen Fäden ziehen: Meloni, Giuli und Buttafuoco. Wenn die Biennale also so zu sein scheint, wie sie immer war, dann ist genau das als Teil einer größeren politischen Idee und Strategie zu verstehen, die in der politikwissenschaftlichen Forschung als „mainstream of the far right“ eingestuft wird.[32]
[1] Vgl. Le dimissioni della giuria internazionale della Biennale Arte 2026, in: labiennale.org, 30.04.2026, https://www.labiennale.org/it/news/le-dimissioni-della%C2%A0giuria-internazionale%C2%A0della-biennale-arte-2026; Two Visitors‘ Lions Have Been Established fort he Biennale Arte 2026, in: labiennale.org, 30.04.2026, https://www.labiennale.org/en/news/two-visitors%E2%80%99-lions-have-been-established-biennale-arte-2026, Zugriff am 01.05.2026.
[2] „[…] de facto wurden unter Sangiuliano alle vakanten Museumsleitungen bislang ausschließlich mit Italienern besetzt. Zudem wurden in den letzten zwei Jahren auch in anderen wichtigen Kultureinrichtungen die Führungsposten ausschließlich an Männer vergeben.“ Antoine Pecqueur: Melonis Kulturkampf, in: Le Monde Diplomatique, 11.07.2024, https://monde-diplomatique.de/artikel/!6020401.
[3] Vgl. ebd.; vgl. Davide Coppo: Gioventù tolkeniana, 27.11.2022, https://www.rivistastudio.com/giorgia-meloni-fantasy/, Zugriff am 28.04.2026.
[4] Carmelo Lopapa: Buttafuoco. „È la vittoria della generazione Tolkien. Meloni, ex babysitter, a Chigi“, 26.09.2022, https://www.repubblica.it/politica/2022/09/26/news/tolkien_meloni_buttafuoco-367271588/, Zugriff am 28.04.2026.
[5] Vgl. John Last: A Transnational History of Right-Wing Terrorism. Political Violence and the Far Right in Eastern and Western Europe since 1900, in: Atlas Obscura, 03.10.2017, Update: 27.05.2024, https://www.atlasobscura.com/articles/hobbit-camps-fascism-italy, Zugriff am 28.04.2026; David Bernardini: The Nuova Destra in Italy. An Investigation between History and Historiography, in: Modern Italy 31, 2025, Nr. 1, S. 105–118, doi:10.1017/mit.2024.70; Tobias Hof: „Of Hobbits and Tigers“. Right-Wing Extremism and Terrorism in Italy since the mid-1970s, in: Johannes Dafinger, Moritz Florin (Hg.): A Transnational History of Right-Wing Terrorism. Political Violence and the Far Right in Eastern and Western Europe since 1900, London 2022, S. 174–196.
[6] Hof 2022, S. 181.
[7] Ebd. Hof weist außerdem darauf hin, dass Tolkien trotz seiner Popularität in linken Kreisen als konservativ einzuordnen ist und sowohl seinen katholischen Glauben als auch seine antimoderne Haltung etwa gegenüber der Industrialisierung in seinen Büchern verarbeitet. Vgl. ebd.
[8] Ebd. Übersetzt von den Autorinnen.
[9] Vgl. Robert Stuart: Tolkien, Race and Racism in Middle-Earth, Cham 2022, S. 339 ff.
[10] Vgl. Hof 2022, S. 180.
[11] Letzteres wird auch auf der Seite der Biennale zu Buttafuocos CV beworben: https://static.labiennale.org/files/labiennale/Documenti/trasparenza/organizzazione/buttafuoco-cv.pdf, Zugriff am 28.04.2026.
[12] Allan Kaval: En Italie, le ministre de la culture veut tourner le dos au passé néofasciste, in: Le Monde, 01.11.2024, https://www.lemonde.fr/m-le-mag/article/2024/11/01/en-italie-le-passe-trouble-d-alessandro-giuli-le-nouveau-ministre-de-la-culture_6369897_4500055.html, Zugriff am 28.04.2026.
[13] Ebd.
[14] Giuli 2024, S. 124.
[15] Ebd., S. 134.
[16] Philip Oltermann, Lorenzo Tondo: Venice Biennale’s New, Rightwing Director has art world Guessing, in: The Guardian, 18.11.2023, https://www.theguardian.com/artanddesign/2023/nov/18/venice-biennale-rightwing-director-pietrangelo-buttafuoco, Zugriff am 28.04.2026.
[17] Anna Bandettini: Biennale di Venezia, la prima volta di Pietrangelo Buttafuoco. „L’arte può fabbricare ponti“, in: La Repubblica.it, 26.03.2024, https://www.repubblica.it/spettacoli/teatro-danza/2024/03/26/news/pietrangelo_buttafuoco_biennale_venezia_programma-422377104/, Zugriff am 28.04.2026.
[18] Karen Krüger: Ein Artefakt aus der Zeit des Faschismus kehrt zurück, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.11.2024, https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst-und-architektur/futurismus-und-italiens-rechte-artefakt-aus-der-zeit-des-faschismus-110087084.html, Zugriff am 28.04.2026.
[19] Sofia Miola, Massimiliano Livi: Oltre l’infosfera. Il discorso di Alessandro Giuli e la sfida per una nuova egemonia culturale, in: Tribes, 15.10.2024, https://tribes.hypotheses.org/3691, Zugriff am 28.04.2026.
[20] Vgl. ebd.
[21] 61. Venedig Biennale: Konzept der Hauptausstellung vorgestellt, in: Kunstforum International, 27.05.2025, https://www.kunstforum.de/nachrichten/61-venedig-biennale-konzept-der-hauptausstellung-vorgestellt/, Zugriff am 28.04.2026.
[22] Ebd.
[23] Vgl. die Ausschreibung Direzione Generale Creativitè Contemporanea: Italian Pavilion Biennale Art 2026 09.05, 10.03.2026, https://creativitacontemporanea.cultura.gov.it/wp-content/uploads/2026/03/PR-PAD-ENG-BIENNALE-ARTE-2026.pdf, Zugriff am 15.03.2026.
[24] Venedig-Biennale 2026. Chiara Camoni repräsentiert Italien, in: Kunstforum International, 15.10.2025, https://www.kunstforum.de/nachrichten/venedig-biennale-2026-chiara-camoni-repraesentiert-italien/, Zugriff am 28.04.2026.
[25] Venedig Biennale. Katar baut neuen Pavillon in den Giardini, in: Kunstforum International, 12.02.2025, https://www.kunstforum.de/nachrichten/venedig-biennale-katar-baut-pavillon-in-den-giardini/, Zugriff am 28.04.2026.
[26] Vgl. Ingo Arend: Broligarchie in der Lagunenstadt, in: taz, 20.02.2025, https://taz.de/Katar-bei-Biennale/!6070798/, Zugriff am 28.04.2026.
[27] Vgl. Diplomatie der Schönheit? Russland auf der Venedig-Kunstbiennale, in: taz, 09.03.2026, https://taz.de/Russland-auf-der-Venedig-Kunstbiennale/!6160861/, Zugriff am 28.04.2026.
[28] Vgl. ebd.
[29] Regierungsstreit um Biennale. Italien will russischen Pavillon ‚einfrieren‘, in: Standard, 18.03.2026, https://www.derstandard.at/story/3000000313009/regierungsstreit-um-biennale-italien-will-russischen-pavillon-einfrieren, Zugriff am 28.04.2026.
[30] Vgl. Biennale in Venedig. EU plant Strafe für Teilnahme Russlands, in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.04.2026, https://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/biennale-in-venedig-eu-plant-strafe-fuer-teilnahme-russlands-200754858.html, Zugriff am 21.04.2026; https://www.e-flux.com/notes/6783487/statement-of-resignation, Zugriff am 01.05.2026.
[31] Vgl. Karen Krüger: Italiens Kulturminister sagt Teilnahme an Eröffnung der Kunstbiennale ab, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.04.206, https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst-und-architektur/kulturminister-giuli-nicht-bei-biennale-auftakt-dabei-accg-200769683.html, Zugriff am 26.04.2024.
[32] Vgl. Marta Lorimer, Matteo Cavallaro: Post-‚Post-Fascism‘ and Far Right Mainstreaming in Italy. Assessing Continuity Between the Italian Social Movement, National Alliance and Brothers of Italy, in: Political Studies, 2025, S. 1–22, https://doi.org/10.1177/00323217251346639.